Herzlich willkommen zum
20. Endoprothetikkongress Berlin
18.–20. Februar 2027
Grußwort der Tagungsleitung



Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in der Endoprothetik des Hüft- und Kniegelenkes besteht weiterhin der Konflikt, dass die Ergebnisse zwar immer besser werden, die Anforderungen der Patienten jedoch in noch größerem Maße steigen. Alle möchten uneingeschränkt ihre Aktivitäten auch nach der Operation weiter ausüben.
Gleichzeitig besteht aber die Notwendigkeit, leistungsfähige moderne Implantate bezüglich der Kosten gezielt auszuwählen. Mit dem neuen Oberflächenersatz für die Hüftendoprothetik sowie der Einführung der Robotik ist die Diskrepanz zwischen dem eventuell maximal erreichbaren funktionellen Ergebnis und den verursachten Kosten nochmals verschärft worden. Welcher Patient muss eventuell nicht mit neuester Technologie operiert und versorgt werden, bei welchem Patienten reichen herkömmliche Materialien und Implantationstechniken, ohne das Ergebnis zu beeinträchtigen? Vor allem in der Knieendoprothetik hat sich ein vollständiger Wechsel der Philosophie vollzogen. Waren wir vor 10 Jahren noch der Überzeugung, dass Knieendoprothetik Weichteilchirurgie ist, hat die Einführung der Robotik OP-Techniken etabliert, die in fast allen Fällen zusätzliche Weichteileingriffe überflüssig machen. Es gilt die Frage zu beantworten, ob wirklich alles mit der neuen Technologie besser geworden ist. Sind damit bestehende Probleme wirklich gelöst worden oder beschreiten wir möglicherweise wieder einen Irrweg?
Univ.-Prof. Dr. med. Carsten Perka
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Dr. med. Thorsten Gehrke
ENDO-Klinik Hamburg
Prof. Dr. med. Robert Hube
OCM-Klinik München