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Grußwort der Tagungsleitung

Portrait Univ.-Prof. Dr. med. Carsten Perka
Dr. med. Thorsten Gehrke
Prof. Dr. med. Robert Hube

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in der Endoprothetik des Hüft- und Kniegelenkes besteht weiterhin der Konflikt, dass die Ergebnisse zwar immer besser werden, die Anforderungen der Patienten jedoch in noch größerem Maße steigen. Alle möchten uneingeschränkt ihre Aktivitäten auch nach der Operation weiter ausüben.

Gleichzeitig besteht aber die Notwendigkeit, leistungsfähige moderne Implantate bezüglich der Kosten gezielt auszuwählen. Mit dem neuen Oberflächenersatz für die Hüftendoprothetik sowie der Einführung der Robotik ist die Diskrepanz zwischen dem eventuell maximal erreichbaren funktionellen Ergebnis und den verursachten Kosten nochmals verschärft worden. Welcher Patient muss eventuell nicht mit neuester Technologie operiert und versorgt werden, bei welchem Patienten reichen herkömmliche Materialien und Implantationstechniken, ohne das Ergebnis zu beeinträchtigen? Vor allem in der Knieendoprothetik hat sich ein vollständiger Wechsel der Philosophie vollzogen. Waren wir vor 10 Jahren noch der Überzeugung, dass Knieendoprothetik Weichteilchirurgie ist, hat die Einführung der Robotik OP-Techniken etabliert, die in fast allen Fällen zusätzliche Weichteileingriffe überflüssig machen. Es gilt die Frage zu beantworten, ob wirklich alles mit der neuen Technologie besser geworden ist. Sind damit bestehende Probleme wirklich gelöst worden oder beschreiten wir möglicherweise wieder einen Irrweg?

Natürlich gilt es auch weiterhin, die Komplikationen endoprothetischer Eingriffe so weit wie möglich zu reduzieren und sicher zu therapieren. Die Ergebnisse in der Infektbehandlung müssen weiter optimiert werden. Die Vermittlung von Tipps und Tricks soll es vereinfachen, auch bei schwierigen Eingriffen reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen.

Wir wollen gemeinsam mit Ihnen diskutieren, was gegenwärtig Standard ist und Trends kritisch hinterfragen.

Wir laden Sie hiermit herzlich ein, den 20. Endoprothetikkongress Berlin, den größten Kongress im deutschsprachigen Raum zum Thema Endoprothetik, mit uns gemeinsam zu gestalten! Teilen Sie Ihre aktuellen Forschungsergebnisse, Beobachtungen, Überlegungen sowie interessanten Fälle mit uns und reichen Sie bis zum 01.09.2026 Ihre Abstracts ein!

In Vorträgen, Round-Tables, Falldiskussionen, Industrie-Workshops und persönlichen Gesprächen werden die neuesten Entwicklungen und bewährte Praktiken in unserem Fachgebiet diskutiert. Die speziellen Programmpunkte für die Physiotherapie, das OP-Team sowie der sehr erfolgreiche Rookie-Kurs für den Nachwuchs runden das fachliche Angebot ab.

Wir freuen uns auf lebhafte Diskussionen und neue Anregungen beim 20. Endoprothetikkongress Berlin vom 18.-20. Februar 2027 im Langenbeck-Virchow-Haus!

Ihre

Univ.-Prof. Dr. med. Carsten Perka
Charité – Universitätsmedizin Berlin

Dr. med. Thorsten Gehrke
ENDO-Klinik Hamburg

Prof. Dr. med. Robert Hube
OCM-Klinik München